Der Schlüssel
zum Herzen der Menschen
wird nie unsere Klugheit,
sondern immer unsere Liebe sein.
Hermann von Bezzel, 1861 - 1917
Weitere Erläuterungen zusammengestellt von Ortsheimatpfleger Gerhard Henneke
Weihnachten 2019
Lage nach Straßenbezeichnung: Lohweg
Geographische Lage nach Google Earth:51°33'37,45'' Nord 8°15'06.03 Ost.
Höhe ü.N.N.164 m
Allgemeines, Programmablauf der Restaurierung, Finanzierung und Quellennachweis klicke hier
Der Bildstock steht unter Denkmalschutz und ist nun von der Fa. Thomas Berghoff Rüthen restauriert worden.
Dieser barockartige Bildstock stand bis vor vielen Jahren (etwa bis 1975) etwa 100 m weiter zum nördlich gelegenen Gut Lohagen und wurde dann zum Acker des Deimeln Hofes versetzt.
Der schon einmal restaurierte Bildstock wurde im Jahre 1746 errichtet.
Dr. Hans Grusemann schreibt in seinem Buch" Altengeseke 833 - 1983" als überlieferten Grund für die Errichtung:
In der Landwirtschaftsfamilie Deimel soll entweder ein Familienmitglied oder ein anderer Hofangestellter von einem Erntewagen gestürzt sein. Er verletzte sich dabei lebensgefährlich. Es wurde gelobt, nach seiner Genesung einen Bildstock zu errichten.
Dr. Grusemann schreibt weiter auf Seite 106 über den Deimeln Hof:
Deimel gt. Pothmann -
Im Patroklizehntregister (1400) wird das Gut der Herren von Mülheim (Nr. 20) genannt,
das von Heinrich Herkemann bewohnt wird. aber schon im Nachtrag Johann Schellewalt
angibt, dessen Name nochmals später durchgestrichen und ersetzt wurde durch "lohan dey
alde Dusscher", d. i. Düsker. Das Allager Markregister verzeichnet ebenfalls ein Gut ,per
Schellewalt" mit 8 Echtwerken (1484). Wenig später heißt es in einer Mescheder Urkunde
vom 3. 12.-J.493: Die Brüder Heinrich und Menge v. Graffen zu Anröchte haben einen
Hof zu Alten Iesschen, den jetzt Henrich Schellewalt baut und welcher des Knappen ,Johanns
von Anröchte Gut" genannt wird; diesen Hof verkaufen sie den Augustinern zu
Lippstadt (Fahne Boch. 20 S. 111).
Am 27. 2.1568 verkauft Caspar v. Graffen. Sohn des o. g. Menge v. Graffen zu Anröchte, dem Abt Alexander zu Bredelar eine Kornrente von 1Malter aus Poetmanns Gut zu Altengeseke.
In der Urkundensammlung (Fahne Boch. I
112) steht zwar "Soetmans Gut"; aber das ist offensichtlich ein Lese- und Schreibfehler für
,,Poetmann" (beides mit langem -o- gesprochen), denn der Eigentümer ist in beiden Fällen
ein v. Graffen zu Anröchte, und einen Soetmann hat es in Altengeseke nicht gegeben.
Da der Kolon eines Hofes schon mal wechselte, kann man nicht ohne weiteres annehmen,
daß der Düskerhof derselbe ist, wie der Schellewalthof. Es ist eher anzunehmen, daß der
Hof des "alten Düscher" der spätere Düsker-Hense ist, daß aber der v. Graffen'sche Hof
der Poetmanns Hof ist; beide lagen in der Österecke. Ein Johan Poitmann ,sampt seinem
Soen" wird 1536 genannt; dieser Sohn (?) Henrich Poetmann wird 1565 mit der vierthöchsten
Steuersumme veranschlagt. Und noch 1759 soll ein Pothmann 3 Rtlr. 9 Gr. Steuern
zahlen. Selbst 1802 ist Pothmann noch ein Vollspannhof.
In dem 1804 geborenen Theodor Pothmann haben wir den letzten Namensträger dieser Linie.
Seine Tochter Elisabeth heiratet einen Franz Heinr. Deimel, daher die Hofbenennung
Deimel gt. Pothmann; sie stirbt als Witwe und hinterläßt unter ihren Immobilien u. a. den
,,Baumgarten", der früher Bomhof hieß.
Ergänzend hierzu wird berichtet:
Die heutigen Eigentümer des Deimeln Hofes sind Friedrich Deimel und Ulrike geb. Sauer. Die Ländereien des Hofes sind verpachtet; Friedrich ist Versicherungsmanager und Ulrike Lehrerin.
Aus der Ehe gingen die Kinder Roman, Lara und Ira hervor.