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Kreuz

der Familie Speckenheuer

Das Leben ist wundervoll.
Es gibt Augenblicke,
da möchte man sterben.
Aber dann geschieht etwas Neues,
und man glaubt,
man sei im Himmel.
Edith Piaf


Weitere Erläuterungen zusammengestellt von Ortsheimatpfleger Gerhard Henneke
Weihnachten 2019
Lage nach Straßenbezeichnung: Haarweg 5
Geographische Lage nach Google Earth: 51°30'49.85'' N 8°18'56.86'' O
Höhe ü.N.N. 296 m

Allgemeines, Programmablauf der Restaurierung, Finanzierung und Quellennachweis klicke hier

Das Kreuz steht nicht unter Denkmalschutz.
In diesem Einzelfall hat sich Ortsvorsteher Herbert Ferdinand mit den Eheleuten Speckenheuer unterhalten und dabei folgendes erfahren:
Gabelkreuz der Familie Leo und Anna Maria Speckenheuer, Uelde, Haarweg 5

lch habe heute die Familie Leo Speckenheuer besucht und mir lnformationen über die Errichtung des Holzkreuzes (Gabelkreuz) geben lassen, das 1991 geschnitzt und am Haarweg 5 auf dem Grundstück der Familie Leo Speckenheuer aufgestellt wurde.
Leo Speckenheuer hat mir hierzu folgende lnformationen genannt:
Das Kreuz hat er auf der Grundlage der Aussagen der Anna Katharina Emmerick (auch Emmerich genannt) erstellt. Anna Katharina Emmerick wurde am 8. September 1774 in der Bauernschaft Flamske im Kirchspiel Jakobi, eine halbe Stunde Fußweg vor Coesfeld, geboren.
Für die Herstellung des Kreuzes wurde das Material "Alteiche" verwandt.
Die Mutter von Leo Speckenheuer sen., die aus Oestereiden stammt, hatte zwei Bücher der Anna Katharina Emmerick.
"Den zweiten Band dieses Buches muss man, so Leo Speckenheuer, gelesen haben, um die Herstellung des Kreuzes zu verstehen. ln diesem Zusammenhang verweist Leo Speckenheuer auch auf den Dichter Clemens Brentano, der in der Zeit vom 9. September 1778 - 28. Juli 1842 gelebt hat (s. lnternet). Brentano habe min. drei Jahre die Aussagen der Anna Katharina von Emmerick aufgezeichnet, weil ihn das so fasziniert haben soll. Katharina von Emmerick beschreibt das Kreuz so, dass das Gabelkreuz "rundholzähnlich" war und die Arme darin gezapft wurden. Anschließend wurden die Pinne darin gezapft. Danach sind Keile darunter geschlagen, die das Kreuz wiederum halten. Ferner wurden Keile wurden unter die Arme befestigt. Hierdurch wurde aus dem Holz ein Giebelkreuz, so Leo Speckenheuer.
Gabelkreuze stammen laut seiner Auskunft aus dem Raum lsrael.
Bei den lateinischen Kreuzen handelt es sich hingegen um Balkenkreuze.
Die Stärke und Länge der Nägel, die in dem Kreuz durch die Hände und Füße geschlagen wurden, sind den lnformationen des zitierten Buches entnommen.
Die Wunden Christi werden bei diesem Kreuz mit Rosen verglichen. Der Wein als Sakrament. ln dem Kreuz ist eine Rose, die mit Weinranken durchzogen ist. Die Blätter daran sind mit Wein benetzt (muss man aber suchen), so Leo Speckenheuer.
Leo und Anna Maria Speckenheuer waren im Heiligen Land und haben einen gesegneten Rosenkranz mitgebracht. Leo hat nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land den "Helm" des Kreuzes nochmals abgenommen und in das Kreuz ein großen Loch gebohrt. ln dieses Loch wurde der geweihte Rosenkranz gelegt und befestigt. Aufgrund dieser Tatsache hat dieses Kreuz nach seinen Vorstellungen die Weihe erhalten.

Uelde, den 15. Feb.2016
gez. Herbert Ferdinand
Soweit der Bericht von Herbert Ferdinand, eine äußerst interessante Schilderung.

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